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RITUAL UND KONSUM

Zu einer Renaissance des Gebrauchs psychedelischer Substanzen in der westlichen Kultur kam es in den sechziger Jahren in der Hippie-Bewegung und später in den neunziger Jahren auf den ekstatischen Partys der Techno-Kultur. Das Ziel der gemeinschaftlichen Erfahrung transzendenter Bewusstseinszustände innerhalb gegenkultureller Zusammenhänge stand dabei einem zunehmend unreflektierten Hedonismus gegenüber. Ganz im Zeichen der Konsummentalität der Spaßgesellschaft kam es in Folge zur Verbreitung stark risikobehafteter Gebrauchsformen.

Dabei stellte sich nicht mehr die Frage, ob es überhaupt vertretbar ist Drogen zu konsumieren, sondern nur noch die Frage, wie diese genutzt werden. Der belastende Gegensatz zwischen den rauschhaften Wochenenden in ihren schillernden Farben und dem Grau des Schul- und Arbeitsalltags blieb dabei jedoch als scheinbar unauflösbare Gegebenheit in der Regel unhinterfragt. Der Konsum entsprach einer zeitweisen Abkehr aus der Wirklichkeit des Alltags, welche die Wahrnehmung zum Teil öffnete und zu einer inneren Befreiung beitrug, oftmals aber auch völlig verschloss.