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STOP THE WAR ON DRUGS

 - Heidelberger Deklaration -
 
KEIN KNAST FÜR DROGEN
Die religiöse, rituelle, hedonistische und medizinische Nutzung von natürlichen Drogen (z.B. Cannabis und Zauberpilze) begleitet die Menschheit von Urbeginn an.
Der Gebrauch dieser und der ihnen entsprechenden synthetischen Substanzen (z.B. LSD und MDMA) gehört nicht pauschal illegalisiert. Von dieser Regel mag es vernünftige Ausnahmen geben. Gefängnis kann dabei aber nie eine wirkliche Hilfe sein.
 
WIR VERURTEILEN
die oft brutalen Methoden, mit denen Menschen wegen des Gebrauchs und Handels von Drogen kriminalisiert, inhaftiert und in einigen Ländern sogar zum Tode verurteilt werden. Dies sind irrationale Akte sozialer Kontrolle, die Menschenrechte verletzen.
Die repressive Politik und die von ihr erzeugten Marktmechanismen bewirken mehr individuelle und gesellschaftliche Schäden, als dies Drogen je könnten. Drogenprobleme lassen sich nicht strafrechtlich, sondern nur therapeutisch und präventiv lösen.
 
WIR PROPAGIEREN NICHT
den zügellosen Gebrauch von legalen oder illegalisierten Drogen. Wir wollen dazu beitragen, dass diese Mittel vernünftig und gesundheitsbewusst genutzt werden. Die Kriminalisierung bewirkt in der Regel das Gegenteil.
 
WIR BEMÜHEN UNS
um Aufklärung der Öffentlichkeit, insbesondere von Jugendlichen. Wir wollen realistische und glaubwürdige Informationen über Drogengebrauch, Wirkungen und Risiken verfügbar machen.
 
WIR BEFÜRWORTEN
für jeden erwachsenen und kompetenten Menschen die freie Wahl psychoaktiver Substanzen zur Erforschung eigener, nichtalltäglicher Bewusstseinszustände. Es müssen Bedingungen geschaffen werden, die umfassende fachkundige Orientierungshilfen statt pauschaler Verteufelung anbieten.
 
WIR TRETEN EIN
- für die umgehende Amnestie von Opfern des Drogenkriegs.
- für das Überdenken und die Neuformulierung von Abkommen, die einer Entkriminalisierung entgegenstehen.
- für das Ende des Drogenkrieges.
 
WIR HOFFEN AUF FRIEDEN.
 
Erklärung der ’1. Internationalen Konferenz über die Opfer im ’Krieg-den-Drogen’’ in Heidelberg am 25.02.1996.